Deutscher Kinderhospizverein e.V.
 



Allgemeines:

Bei der Gründung unseres Vereins am 10. Februar 1990 war ein Satzungszweck die Errichtung eines stationären Kinderhospizes in Deutschland. Der Verein hatte jedoch nicht die finanziellen Ressourcen dieses Ziel selbst zu erreichen. Wir fanden daraufhin im Jahre 1997 die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH (GFO), die bereit war mit uns gemeinsam ein stationäres Kinderhospiz auf den Weg zu bringen, um den Kindern und Familien zu helfen. Dafür sind wir der GFO noch heute dankbar, denn das finanzielle Risiko war zu diesem Zeitpunkt sehr groß.

Im September 1998 war es dann soweit. Das erste Kinderhospiz in Deutschland, eine Herberge am Weg der lebensverkürzend erkrankten Kinder, konnte in Olpe eröffnet werden - das "Kinderhospiz Balthasar". Es wurde für die betroffenen Familien ein Ort zum Leben und Lachen, zum Sterben und Trauern.

In einem stationären Kinderhospiz kann die ganze Familie ab der Diagnosestellung einer lebensverkürzenden Erkrankung bei einem ihrer Kinder eine Atempause einlegen, um wieder Kraft zu schöpfen für ihren Alltag zu Hause. Weil von der Diagnosestellung bis zum Tod der Kinder in der Regel mehrere Jahre vergehen, sind die Aufenthalte in einem stationären Kinderhospiz zeitlich begrenzt. Nur in der Lebensendphase des Kindes kann die Familie unbegrenzt aufgenommen werden.

Aus unserer Vision bei Vereinsgründung ist inzwischen eine bundesweite Bewegung geworden, in der inzwischen noch 6 weitere stationäre Kinderhospize ihre Arbeit aufgenommen haben. 3 weitere Häuser sind noch in Planung.

Aufgrund vieler Rückmeldungen aus den stationären Einrichtungen und von Familien kommen wir jetzt aber zur Feststellung, dass es zurzeit in Deutschland keinen weiteren Bedarf an stationären Kinderhospizen gibt. Diese Aussage vertreten wir auch gegenüber der Politik. Wir sehen jedoch weiteren Bedarf an ambulanten Kinderhospizdiensten in Deutschland.